Kongresszentrum Lindau

Der vorliegende Entwurf versucht mit zurückhaltenden Mitteln dem alten Bahnhof der Insel Lindau im Bodensee Respekt zu erweisen, sich aber in der über Jahrhunderte gewachsenen und erhaltenen Stadtstruktur zu behaupten. Durch zwei städtebauliche Maßnahmen verschafft sich das neue Kongresszentrum Aufmerksamkeit im Stadtbild:

Zum Einen wir der Haupteingang von der Ostseite (ehem. Bahnhofseingang) auf die Nordseite verlegt. Der Hauptbesucherstrom nähert sich von dieser Seite dem Gebäude, sowohl per PKW über die neu geschaffene Vorfahrt, als auch mit der Bahn vom neuen Haltepunkt aus. Natürlich erreicht man ihn auch aus der Fußgängerzone, der Maximilianstraße.
Zum Zweiten bekommt die Seepromenade, die zurzeit auf den Abstellgleisen der Bahnanlage endet, einen neuen Anfangs- bzw. Endpunkt. Diesen bilden neuen Gastronomien, die aus dem Bahnhofsgebäude umgelagert werden.
Der Neubau zollt dem Altbau Respekt, indem er die bestehenden Traufhöhen aufnimmt und sich in gebührendem Abstand hinter den Bahnhof legt. Im Zwischenraum entsteht ein neues grosszügiges Foyer für das Kongresszentrum sowie das neue Hotel, dass sich im alten Bahnhof befindet.

Im Neubau befinden sich der Kongresssaal und zehn teilbare Seminarräume.
Die neue Gastronomie am Südende mit Blick auf den Bodensee ergänzt das Ensemble. Die nötigen Lagerflächen befinden sich in den Untergeschossen.

Der ehem. Hauptbahnhof eignet sich durch seine Fläche und Baustruktur sehr gut dazu, das neue Kongresshotel aufzunehmen. Mit dem Innenhof, der mit einer Glaskonstruktion überdacht wird, entsteht ein attraktiver Aufenthaltsort, der auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann.
Als Highlight des Kongresszentrums entsteht in der alten Bahnhofshalle, mit einem großen Tonnengewölbe überdacht, ein großzügiger und attraktiver Seminarraum. Die Atmosphäre des 85 Jahren alten Bahnhofs wird hier erhalten.